Sachverstand mit Herz

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S4F6: Kein Zutritt: Wie bewertet man Immobilien ohne Innenbesichtigung?

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Anne Brakhoff und Patrick Beier sprechen über die Bewertung von Immobilien, die nicht oder nur teilweise besichtigt werden können - bis hin zu längst abgerissenen Gebäuden. Sie zeigen, wie Sachverständige mit historischen Daten, begründeten Annahmen und transparenten Sicherheitsabschlägen arbeiten und warum Fotos aus dem Alltag später wertvolle Belege sein können.

Schwerpunkte:

- Anekdoten aus der Praxis: Ein Objekt war bis auf die Straßenfassade abgerissen, ein anderes längst verschwunden, ohne dass es in den Unterlagen auffiel.

- Bei fehlendem Zugang bleiben Bauweise, Fundamente, Keller und Dachausbau oft unklar; Annahmen müssen als solche gekennzeichnet werden.

- Patrick empfiehlt Luftbilder, amtliche Orthofotos und Google Earth mit historischen Aufnahmen zur Recherche und zeitlichen Einordnung.

- Fehlende Innen- und Außenbesichtigungen sowie die daraus folgenden Annahmen gehören transparent ins Gutachten; der Wert gilt nur unter diesen Voraussetzungen.

- Bei Erbschafts- und Scheidungsfällen kann man um Zugang bei den neuen Eigentümern bitten; ohne Fotos helfen detaillierte Notizen und Besichtigungsbögen.

- Fotos von Familienfeiern können den früheren Zustand eines Hauses dokumentieren. Für die Verwendung im Gutachten sollten Nutzungsrechte eingeholt und Quellen angegeben werden.
Anne und Patrick empfehlen, Immobilienzustände bei Kauf, Erbschaft, Trennung und während Sanierungen frühzeitig festzuhalten.

- Bei großer Unsicherheit nennt Patrick Sicherheitsabschläge von 10 bis 20 Prozent als möglich und setzt in Einzelfällen bis zu 30 Prozent an; eine verbindliche feste Quote gebe es seiner Einschätzung nach nicht.

Kommt gut in die neue Woche.

Hier geht's zum Video!{https://youtu.be/EHGx1kfB9_Y}


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